St. Annes Academy (Kenia)
Projektbeschreibung
Die St. Annes Academy befindet sich in der Nähe von Kisumu, der drittgrößten Stadt Kenias, die leider aufgrund des stets bestehenden Stammessystems seit der Unabhängikeit grob vernachlässigt wurde. Bei der Schule handelt es sich um eine Privatschule in der allerdings auch Schüler (Waisenkinder) wohnen. Da viele Eltern sich die schoolfees für Internate nicht leisten können, müssen sie Ihre Kinder oftmals sehr weit wegschicken, wie zum Beispiel nach Kisumu. Es ist eine so genannte Primary School, die von der 1. bis zur 8. Klasse geht. Pro Klassenstufe gibt es jeweils zwei Klassen mit Ausnahme der 7. und 8. Klassen. Zudem gibt es noch eine Baby-, Middle- und Babyclass, die schon die Kleinsten auf die erste Klasse vorbereiten sollen. Dort gibt es Kinder die gerade mal zwei Jahre alt sind.
Die Klassenzimmer der lower classes bestehen aus Wellblech was ein angenehmes Unterrichtsklima fast unmöglich macht, da man beim Unterrichten von allen Seiten beschallt wird und genau hört was im Nebenzimmer passiert.
Zudem sind die Klassenräume zu klein und es fehlt an Schulbänken was dazu führt, dass bis zu fünf Kinder an einem der oben abgebildeten Tische sitzen. Im schlimmsten Fall sitzen die übrig gebliebenen, ohne Sitzplatz auf dem Boden und schreiben auf dem Rücken Ihres Vordermanns.
Schulbänke und Betten benötigt
Was also dringend benötigt wird und auch nicht allzu kostenaufwändig ist, sind vorerst einmal Schulbänke!
Für diejenigen die dort „wohnen“, die so genannten Boardingschüler, sollte ein angemessener Schlafsaal eingerichtet werden, in dem sie sich wohl fühlen und zurück ziehen können. Als ich im Projekt angekommen bin wurde mir der Schlafsaal gezeigt …
… ein großer, leerer Raum, in dem sich außer ein paar unglaublich verratzten Matratzen, die auf einem Haufen geschmissen mitten im Raum lagen und ein paar Koffern, nichts befand.
Später sah ich ein paar Metallstockbetten, die allerdings auch nicht allzu lange vor Ort waren. Mal gibt es Betten und dann wieder nicht. Immer noch ist es mir schleierhaft was mit den Dingen passiert. Aber wichtig ist es einfach diesen Schülern, die über lange Zeit dort wohnen und von Eltern, Familie und Freunden getrennt sind, einen Raum zum Rückzug und Wohlfühlen einzurichten. Der Raum ist da, die Betten allerdings nicht. Freiwillige vor Ort könnten sich engagieren diesen Raum zu streichen und wohnlich zu machen, während allerdings das Geld für die bislang fehlt.
Marie, Freiwillige 2009/10
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