Sshrishti (Indien)
“Our visio: To make a literate India where each child enjoys the childhood with love and laughter, learning and preparing for a life of dignity. To fight social inequity and ensure each child gets his or her birthright.”
Das Projekt Sshrishti (dt.: Schöpfung) wurde 2003 von Sanghamitra Bose in Neu Delhi, Indien gegründet. Nachdem Mrs Bose das Projekt von ihrem eigenen Wohnzimmer aus mit nur einem Schüler startete, lernen nun rund 350 unterprivilegierte Kinder in den mittlerweile sechs verschiedenen Schulcentren.
Ziele von Sshrishti
Um die oben zitierte Vision Sshrishtis umzusetzen, hat sich das Gründerteam verschiedene Konzepte überlegt.
Viele der Schüler stammen aus Dörfern in der weiteren Umgebung Delhis. Ein regelmäßiger Schulbesuch ist für diese Kinder kaum möglich, da sie immer wieder für längere Zeit in ihre Heimat zurückkehren. In Delhi sind sie auf sich gestellt, da ihre Eltern den ganzen Tag außer Haus versuchen Geld zu verdienen. Sshrishti hat sich ein flexibles System überlegt, dass diesen Kindern ermöglicht, ihre Schulausbildung fortzuführen, wann immer sie sich in Delhi befinden. So ist ihnen zum Beispiel ein Schulanfang auch dann noch möglich, wenn das staatlich vorgesehene Einschulalter von fünf bis sieben Jahren, schon längst überschritten wurde. Nach vier Jahren in Sshrishtis Lerncentern sind sie dann fähig, die Aufnahmeprüfung der 6. Klasse in einer staatlichen Schule zu bestehen und dort ihre Schullaufbahn zu beenden.
Ein weiteres Problem, um das sich Sshrishti kümmert, sind die älteren Töchter der Slumbewohner. Diese sind im Haushalt fest eingebunden, müssen auf ihre Geschwister aufpassen und auch Geld dazu verdienen, auf das die gesamte Familie angewiesen ist. Sshrishti bietet für diese Mädchen eine Abendschule an, in der Basis Bildung vermittelt wird, aber auch ein Training, das ihnen im Alltag weiterhelfen soll. Durch das Prinzip der „Open School“, ist es ihnen somit auch möglich an Examen teilzunehmen und Abschlüsse zu erzielen.
Der Unterricht in Sshrishtis Lerncentern richtet sich nach den Vorschriften der CBSE und legt besonderes Gewicht auf die Vermittlung von Englischkenntnissen und einer guten Computerausbildung.
Eine weitere Aufgabe Sshrishtis ist es, den „Digital Divide“ zu überbrücken. Denn trotz des heutigen, über Indien verbreitete „IT Profi“ Klischees, darf man nicht vergessen, dass Computer und Internet, auch heute noch, erst nur in den Städten verfügbar sind. Die zahlreichen Dörfer sind von diesem Digitalen Fortschritt bisher ausgeschlossen. Um diese Spaltung zu überwältigen, hat Sshrishti bisher drei Computercentren in drei verschiedenen Dörfern eingerichtet. Vormittags sind diese in die dörflichen Schulen eingebunden und ermöglichen so einen modernen Unterricht, nachmittags stehen sie allen Dorfbewohnern zur Verfügung, die so an den Vorteilen der neuen Technik teilhaben können.
Zusätzlich führt Sshrishti regelmäßige Gesundheitscheks für alle Schüler durch, sodass einigen Kindern nun sogar Brillen ermöglicht wurden. Außerdem sichert das Projekt jedem Schüler eine warme Mahlzeit pro Tag, Milch, eine regelmäßige Schreibwaren Versorgung, Uniformen und Schulbücher zu.
Vielen Slumkindern ist es nur durch diese Maßnahmen möglich eine Schule zu besuchen und nur so kann verhindert werden, dass Kinder ihre Tage auf der Straße verbringen, wo sie nur zu leicht Opfer von Gewalt werden oder selbst zu Tätern werden, Drogen konsumieren und Kinderarbeit verrichten.
In öffentlichen Kundgebungen, sowie kürzlich auch beim Delhi Halbmarathon, versuchen Organisationen wie Sshrishti immer wieder, der Öffentlichkeit die Augen für die Wichtigkeit einer „Bildung für alle“ zu öffnen und sie für die Probleme der Slumbewohner zu sensibilisieren.
Spendenaufruf
In Sshrishti mangelt es immer wider an einer guten Computerausrüstung, sowie an Geld für gut geschultes Personal.
Die Schüler lieben Theaterspielen, doch leider kann sich Sshrishti nur selten eine Zusatzkraft dafür leisten. Außerdem kann sich Sshrishti kaum ein Schulungsprogramm für die Lehrkörper leisten. So gibt es zwar zahlreiche Fortbildungsangebote in Delhi, die sind aber natürlich nie umsonst!
Doch mir scheint, dass die Schulung der Lehrer eigentlich das Wichtigste für Sshrihsti ist!
Alicia, Freiwillige 2009/ 2010
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