Montag, 21 of Mai of 2012

AMIPASTOR (Peru)

 

Allgemein zur Schulbildung in PeruCIMG2329

In Peru gibt es leider sehr große Niveauunterschiede zwischen staatlichen und privaten Schulen. Privatschulen zeichnen sich durch kleine Klassen, gut ausgebildete und sorgfältig ausgewählte Lehrer, modernste Lehrmaterialien, sowie sehr hohe Schulgebühren aus, welche für große Teile der Bevölkerung unerschwinglich sind.

Die staatliche Schulbildung ist gebührenfrei (wobei auch hier hohe Kosten auf die Familien zukommen wie für Schuluniform, Hefte und Stifte), aber leider auch viel schlechter. Die Mindestanzahl der Schüler pro Klasse beträgt an einer staatlichen Grundschule 35 Kinder, die Lehrer sind demotiviert und oft nur durch Vetternwirtschaft an ihren Posten gekommen und die durchschnittliche Unterrichtszeit ist sehr gering. Nicht nur, dass die Schulwoche eines Privatschülers in Peru fünf Stunden mehr Unterricht beinhaltet, auch haben sie ca. fünf Wochen mehr Unterricht im Jahr. Da deren Aktivitäten, wie traditionelle Tänze, Märsche, Demonstrationen und gemeinsames Basteln am Wochenende oder an den Nachmittagen stattfinden und nicht, während der Schulzeit.

Der Lehrplan einer Privatschule ist ebenfalls viel umfangreicher und beinhaltet auch schon seit dem Kindergarten Englischunterricht, sodass Kinder langsam an die Fremdsprache herangeführt werden können, während Kinder staatlicher Schulen auf der weiterführenden Schule von schlechtausgebildeten Englischlehrern unterrichtet werden.

Zum Projekt:

Viert-, Fünft- und Sechstklässlern wird durch das Weltwärtsprojekt AMIPASTOR die Möglichkeit gegeben, an der staatlichen Grundschule in Miraflores (Ayacucho) Grundkenntnisse in Englisch zu erlernen. Eine Englischklasse hat zwischen 10 und 25 Schüler, sodass genug Zeit bleibt um auf jeden einzelnen Schüler und seine Bedürfnisse einzugehen. P1030513

In Peru wird die Hälfte der Schüler vormittags (turno manana) und die andere Hälfte nachmittags (turno tarde) unterrichtet. Der Englischunterricht findet auf freiwilliger Basis (allerdings mit kostenloser Anmeldung durch die Eltern) und außerhalb der normalen Unterrichtszeiten statt. So kommen „turno manana“ Schüler nachmittags und „turno tarde“ Schüler vormittags zu ihrer Englisch-AG.

Der Freiwillige in diesem Projekt unterrichtet ca. 22 Stunden Englisch pro Woche und hat so genügend Zeit jedes Kind auch außerhalb des Unterrichts kennen zu lernen und auch auf dessen Probleme einzugehen. Fast alle Kinder wohnen, genau wie der Freiwillige im ländlichen Stadtteil Miraflores, sodass direkter Kontakt zwischen Lehrer, Schüler und Eltern besteht und für kleine Probleme gemeinsam Lösungen gesucht werden können.

 

Wofür werden die Spenden benötigt:

Für die Anschaffung von Lehrmaterialien, insbesondere Englischbücher für ca. 150 Schüler, sowie andere Kopien, Plakate, Buntstifte, Eddings, Klebestifte und Scheren um den Unterricht abwechslungsreicher und anschaulicher gestalten zu können. Diese Materialkosten können leider nicht von der Schule getragen werden und damit dieses Projekt auch in Zukunft bestehen kann, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen.

Bisher profitieren ca. 150 Schüler von diesem Projekt. Die Materialkosten eines Englischschülers betragen pro Jahr 3 Euro.

So geben Sie zum Beispiel schon mit einer einmaligen Spende von 15 Euro fünf peruanischen Kindern die Chance auf eine bessere Schulbildung.

 

Carina, Freiwillige 2009/ 2010

 

Spenden bitte an das oben angegebene Konto von VIA e.V. Sie erhalten eine Spendenquittung!

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